Klockerstiftung
Ab Mitte der 1960er Jahre sammelte Wolfgang Klocker Werke von Max Weiler, Paul Flora und von Tiroler Künstler und Künstlerinnen seines Freundeskreises, die er auch in seinem 1972 in Innsbruck eröffneten Autohaus ausstellte. Emmy Klocker erweiterte die Sammlung zunächst sporadisch, ab etwa 1990 systematisch um Werke der österreichischen und der Tiroler Kunst nach 1945, um damit den Grundstock für ein „Dr. Wolfgang Klocker-Museum“ zu legen. Nach ihrem Tod setzte Dr. Eckehard Planckh bis 2012 die Ankäufe fort. Die Sammlung umfasst derzeit ca. 1200 Werke.

Ab 2013 markieren die Kunstpreise der KLOCKERSTIFTUNG, mit Ankäufen verbunden, Leitpositionen der Gegenwartskunst und dienen damit auch einer Profilierung der Sammlung im Rahmen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. Ziel ist die Fortschreibung der Sammlungsgeschichte unter den Bedingungen der Gegenwart. Die Sammlung zeigt seit den Anfängen den Versuch, die besten Leistungen zeitgenössischer Tiroler Kunst in einem österreichischen Kontext zusammenzuführen. Tiroler Künstler wie Max Weiler, Oswald Oberhuber, Markus Prachensky und Franz Grabmayr finden sich in den 1960er Jahren in Gesellschaft von Günter Brus, Hermann Nitsch oder Christian Ludwig Attersee. Nicht untypisch ist, dass weibliche Positionen aus dieser Zeit in der Sammlung nicht vertreten sind.

Der Fokus ergänzender Ankäufe wird auch weiterhin Tirol und der Kontext Österreich sein. Der Horizont wird aber international geweitet, die Interpretation der Medien Skulptur und Malerei wird ihrem erweiterten Begriff angepasst und ein ausgewogenes Verhältnis von Positionen der Geschlechter wird angestrebt.
<
 
>
 -